AU/AUK

Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes hat alle für das Jahr 2019 über das Statistikportal der Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (TAK) eingegangenen Datensätze für die AU-/AUK-Mängelstatistik ausgewertet. 

Für den Erhebungszeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2019 kann festgehalten werden, dass aufgrund der Anzahl der erfassten Abgasuntersuchungen von über 12,16 Millionen AU-pflichtigen Kraftfahrzeugen (-1,4 % Veränderung gegenüber dem Vorjahr) die vorliegenden Ergebnisse aus den 32.320 anerkannten AU-Werkstätten (-4,6 % Veränderung gegenüber dem Vorjahr) als repräsentativ anzusehen sind. 

Die Ergebnisse zeigen, dass bei über 770.000 Kraftfahrzeugen (Pkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder) Mängel festgestellt wurden; dies entspricht einer durchschnittlichen Mängelquote von 6,3 %. Die Gesamtzahl der erfassten AU-/AUK-Mängel beträgt über 1,39 Millionen; in den verschiedenen Fahrzeugkategorien wurden Mängelquoten von 2,5 % bis 12,2 % ermittelt. Von den statistisch erfassten "n.i.O. Fahrzeugen" konnten fast 381.000 Fahrzeuge im Rahmen einer Wartung/Inspektion oder einer Reparatur instand gesetzt und auf das zulässige Emissionsniveau zurückgeführt werden.

Die Ergebnisse dieser Mängelstatistik haben wir denen aus dem Vorjahr gegenübergestellt; daraus geht hervor, dass die Verteilung der festgestellten abgasrelevanten Mängel, bezogen auf die verschiedenen Fahrzeugkategorien, mit denen des Vorjahres vergleichbar ist. 

Der Nutzen der Abgasuntersuchung (AU) an Pkw beziehungsweise an Nutzfahrzeugen sowie der Untersuchung der Abgase an Krafträdern (AUK) wird unseres Erachtens mit der vorliegenden Mängelstatistik 2019 erneut belegt.

Material zum Herunterladen:

AU-Mängelstatistik 2019

AU-Werkstätten müssen im Rahmen der hoheitlichen Fahrzeugüberwachung in Zukunft die Vorgaben der ISO 17020 beachten. Was das bedeutet und wie sich Betriebe einem akkreditierten System anschließen können.

Was ist ein akkreditiertes System nach ISO 17020?

Ein akkreditiertes System nach ISO 17020 ist ein Qualitätsmanagementsystem (QMS), mit dem z. B. die Durchführung amtlicher Fahrzeuguntersuchungen und -prüfungen (unter anderem Abgasuntersuchung (AU), Gasanlagenprüfung (GAP)) bewertet wird.

Im Rahmen dieser Bewertung wird unter anderem überprüft, ob die Vorgaben der ISO 17020 (z. B. Anforderungen an die Kompetenz und Unparteilichkeit von Inspektionsstellen) eingehalten werden. In Deutschland führt die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) diese Bewertung (Akkreditierung) durch. 

Was bedeutet das für den Betrieb?

Im Rahmen von hoheitlichen Fahrzeuguntersuchungen und -prüfungen müssen Kfz-Werkstätten zukünftig zusätzlich zu den Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) die Vorgaben der ISO 17020 beachten und umsetzen.

Hierzu zählt z. B. auch, dass alle eingesetzten Prüf‐ und Messeinrichtungen (z. B. Abgasmessgeräte) von einem akkreditierten Kalibrierlabor normenkonform kalibriert sind und dass die verantwortlichen Personen (Inspektoren), die die Fahrzeuguntersuchungen und -prüfungen durchführen, hierbei völlig unabhängig und neutral sind.

Welche Kfz-Werkstätten brauchen ein solches System?

Alle Kfz-Werkstätten und -Unternehmen, die zukünftig hoheitliche Fahrzeuguntersuchungen und -prüfungen selbst durchführen und ihren Kunden anbieten wollen, müssen entweder selbst nach ISO 17020 akkreditiert sein oder sich dem nach ISO 17020 akkreditierten System des Bundesinnungsverbandes des Kraftfahrzeughandwerks anschließen.

Wie bekomme ich eine Akkreditierung?

Die selbstständige Akkreditierung jeder einzelnen Kfz-Werkstatt ist mit hohen Kosten verbunden. Daher baut der Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV) als "Inspektionsstelle des Kraftfahrzeughandwerks" ein System (Qualitätsmanagementsystem - QMS) nach ISO 17020 auf. Diesem System des BIV kann sich jede anerkannte Kfz-Werkstatt anschließen. 

Über 12,34 Millionen Abgasuntersuchungen wurden im Erhebungszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018 durchgeführt. Das geht aus der AU-/AUK-Mängelstatistik für das Jahr 2018 hervor.

Die Ergebnisse zeigen, dass bei mehr als 815 000 Kraftfahrzeugen (Pkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder) Mängel festgestellt wurden. Dies entspricht einer durchschnittlichen Mängelquote von 6,6 Prozent.

Die Gesamtzahl der erfassten AU-/AUK-Mängel beträgt über 1,45 Millionen. In den verschiedenen Fahrzeugkategorien wurden Mängelquoten von 2,8 bis 13,3 Prozent ermittelt.

Von den statistisch erfassten "n.i.O. Fahrzeugen" konnten mehr als 417 000 Fahrzeuge bei einer Wartung/Inspektion oder einer Reparatur instand gesetzt und auf das zulässige Emissionsniveau zurückgeführt werden.

Der Nutzen einer Abgasuntersuchung an Pkw bzw. Nutzfahrzeugen sowie der Untersuchung der Abgase an Krafträdern (AUK) wird mit der Mängelstatistik 2018 erneut belegt, so die ZDK-Abteilung Technik.

Material zum Herunterladen:

AU_Maengelstatistik_2018

Alle anerkannten AU-Werkstätten müssen detailliertere AU-/AUK-Mängelstatistiken erstellen. Das erfolgt getrennt nach den verschiedenen Euro-Stufen.

Grund ist die neue AU-Richtlinie und die darin verankerten Revisionsklauseln.

In Abhängigkeit von dem zu prüfenden Kraftfahrzeug (z. B. Otto-Pkw mit OBD, Euro 4) ist das Jahresprüfnachweisblatt "Ottomotor mit OBD (Pkw bis Euro 4)" auszufüllen.

In der Zulassungsbescheinigung Teil I sind alle Informationen enthalten, die dem AU-Beauftragten helfen, die durchgeführte Abgasuntersuchung anhand der entsprechenden Formblätter richtig zuzuordnen und für die Mängelstatistik zu dokumentieren.
 

Folgende Felder aus der Zulassungsbescheinigung Teil I müssen dabei beachtet werden:

Feld 14.1 (Emissionsschlüsselnummer)

Dieses Feld dient zur Festlegung der Emissionsklasse und der Kategorisierung nach Pkw und LKW. Um die Zuordnung der Emissionsschlüsselnummern zu den verschiedenen Euro-Stufen zu erleichtern, erhalten Sie in der Anlage mit dem Titel "Einteilung (Personenkraftwagen/Nutzfahrzeuge) in die verschiedenen Schadstoffklassen nach den Emissionsschlüsselnummern" eine entsprechende Übersicht.

Feld F.2 (Im Zulassungsmitgliedstaat zulässige Gesamtmasse in kg)

In diesem Feld ist das entsprechende Gewicht des zu untersuchenden Kraftfahrzeuges eingetragen. Je nachdem ist das Formblatt "Diesel bis 3,5 t" oder "Diesel über 3,5 t" in Verbindung mit der entsprechenden Euro-Stufe zu verwenden.

Feld P.3 (Kraftstoffart/Energiequelle)

Diesem Feld können Sie entnehmen, ob es sich um ein Otto- oder ein Dieselfahrzeug handelt.

Hinweise zum EDV-Programm "AU-Plus"

AU-Werkstätten, die mit dem EDV-Programm "AU Plus" beziehungsweise mit dem "AU Plus-Importmodul" arbeiten, müssen mindestens die Version 3.2 aufgespielt haben.Darin ist die Neuerung "Erhebung nach Euro-Stufen" über die Erfassung der Emissionsschlüsselnummern bereits berücksichtigt.

Ein entsprechendes Update kann über die Internetseite AU Plus heruntergeladen werden.

Sollte in den anerkannten AU-Werkstätten die AU Plus-Version 3.2 nicht vorhanden sein, müssen die entsprechenden Jahresprüfnachweisblätter/AU-Prüfnachweisblätter vom AU-Beauftragten handschrift­lich ausgefüllt werden.

Alle Vorversionen von AU Plus können keine statistische Erfassung getrennt nach den verschiedenen Euro-Stufen durchführen.

Material zum Herunterladen:

Schadstoffklassen_Emissionsschluesselnummern_12_03_2020

Bestandsnachweis_AU-Nachweis-Siegel_2020

Personal_zur_Durchfuehrung_und_Ueberwachung_der_AU

AU-Schulungsplan

Pruefnachweisblaetter_Ottomotor_ohne_mit_OBD

Pruefnachweisblaetter_Diesel_bis_3_5t

Pruefnachweisblaetter_Diesel_ueber_3_5t

Pruefnachweisblatt_Kraftrad

Jahrespruefnachweisblaetter_Ottomotor_ohne_mit_OBD

Jahrespruefnachweisblaetter_Diesel_bis_3_5t

Jahrespruefnachweisblatt_Kraftrad

Betriebliche_Jahresstatistik_Rueckmeldebogen_2017

Pruefmittelliste

Pruefliste_zur_internen_AU-Revision