Kfz-Gewerbe und Verkehrsministerium im Austausch
Prüfstützpunkte (PSP), neue StVZO, Qualitätssicherung
Wiesbaden, 02.07.2026. Das Hessische Kfz-Gewerbe, vertreten durch Geschäftsführer Joachim Kuhn und Technik-Referent Andreas David Lutz, hat am Montag Kristin Hönig vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie Andreas Fleischhauer vom Regierungspräsidium Darmstadt in Wiesbaden empfangen. Der jährliche Austausch dient unter anderem dazu, die Realisierbarkeit und die Auswirkungen politischer Entscheidungen im laufenden Betrieb der Organisation zu beleuchten.
Auf der Tagesordnung stand das neue PSP-Meldeverfahren, welches zum 31.05.2025 in Hessen eingeführt wurde. Bei diesem werden (Ab-)Meldungen von Kfz-Betrieben, in denen die Überwachungsorganisationen die HU beabsichtigen durchzuführen, erfasst. Ein weiteres Thema bildete die neue EU-Richtlinie zur Harmonisierung der periodisch technischen Fahrzeugüberwachung. In diesem Zusammenhang bewegen sich auch die geplante Reform der StVZO, die in die Regelmäßige Technische Prüfverordnung (RTPV) überführt werden soll sowie die freiwillige NOx-Messung (Stickoxid-Messung), die im Rahmen der neuen EU-Richtlinie auf nationaler Ebene umgesetzt werden könnte.
Gegen die NOx-Messung sprechen aus Sicht des Hessischen Kfz-Gewerbes ein fehlendes praktikables und in der Fläche umsetzbares Prüfverfahren sowie die Tatsache, dass in Deutschland die Stickoxidwerte an den kritischen Messstellen heute überwiegend eingehalten werden und der Bestand an Dieselfahrzeugen rückläufig ist. Auch die weitgehend positiven Rückmeldungen zum Entfall der Bündelungsbehörde wurden besprochen, welche zugunsten der Entbürokratisierung im Februar 2026 abgeschafft worden war.
Der Termin bleibt ein wichtiger Marker in der gemeinsamen Diskussion zwischen Kfz-Gewerbe und Landespolitik. „Als Verband verfügen wir über realistische Einblicke in die Umsetzung von Erlässen und Verordnungen, die wir innerhalb solcher Termine im Sinne der hessischen Kfz-Innungen und deren Mitgliedsbetrieben an die Politik spiegeln können“, so Joachim Kuhn.