Wird die E-Prämie ein Ladenhüter?

[06.04.2018] 

Unverändert schwach bleibt das Interesse an der Elektro-Prämie. 240 Anträge, davon 122 für reine batteriebetriebene Fahrzeuge, ist die "magere März-Bilanz". „Wir laufen Gefahr, dass die Prämie ein Ladenhüter wird", sagte Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen. Das Ziel, der Elektromobilität auch mit der finanziellen Förderung einen Schub zu geben, gerate in die Ferne.

Im März seien insgesamt rund 840.000 Euro an Fördermitteln nach Hessen geflossen. Seit dem Start des Programms im Juli 2016 seien es 16,4 Millionen Euro gewesen. Grund für die schleppende Nachfrage nach Elektroautos sei das noch dünne Netz an Ladestationen. Da die Fahrzeuge zudem relativ geringe Reichweiten hätten, seien viele Autokäufer skeptisch. Hinzu komme aktuell eine lange Lieferzeit für einige E-Modelle.

Von ihrem Ziel, bis 2020 eine Million E-Autos auf deutsche Straßen zu bringen, habe sich die Bundesregierung bereits verabschiedet. Die Fördermittel reichten für mehr als 300.000 Fahrzeuge. Jetzt seien 19,2 Prozent "verbraucht" worden. Die Mittel, sagte Karpinski, die bis Ende Juni 2019 nicht abgerufen würden, verfielen. Bis Ende März kamen den Angaben zufolge 26.561 Anträge von Privatpersonen und von 29.906 Unternehmen. 541 Kommunale Betriebe und Zweckverbände beantragten den Zuschuss.

Letzte Änderung: 06.04.2018Webcode: 0119221