Kfz-Gewerbe Hessen: „Wir wollen erstklassige Qualität in den Werkstätten“

[04.12.2015] Die hessischen Kfz-Innungen trafen sich am Mittwoch, den 02.12.2015, in der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen in Frankfurt zu ihrem jährlichen Erfahrungsaustausch, denn die Innungen sind dafür verantwortlich, dass die Qualität bei der Umsetzung behördlicher Anforderungen, den so genannten „Hoheitlichen Aufgaben“ in den Kfz-Werkstätten stimmt. Dazu gehört vor allem die Überprüfung, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, dass eine Kfz-Werkstatt auch Abgasuntersuchungen durchführen darf. Das Hessische Kfz-Gewerbe wurde nämlich vom Verkehrsministerium dazu ermächtigt, diese Überprüfungen vorzunehmen.

„Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Jürgen Karpinski, Präsident des Hessischen Kfz-Gewerbes. „Es muss schon ein hohes Qualitätsversprechen und vor allem Vertrauen damit verbunden sein, dass die oberste Landesbehörde uns als
Kfz-Gewerbe diese bedeutungsvolle Aufgabe überträgt. Dieses Vertrauen ist allerdings darin begründet, dass wir schon seit Jahrzehnten Hoheitliche Aufgaben durchführen.“

„Trotzdem müssen wir diesem Vertrauensvorschuss täglich gerecht werden und wir dürfen uns hierbei keine Nachlässigkeiten erlauben“, führt Landesverbands-geschäftsführer Joachim Kuhn an, „denn das hessische Verkehrsministerium hat bei der Gestaltung dieser Vorschriften eine führende Rolle. Kein anderes Bundesland leistet sich eigene Mitarbeiter, die im Außendienst mit verdeckten Tests in den Werkstätten die Qualität der Fahrzeuguntersuchung nachkontrolliert.“

Die Abgasuntersuchung wird vorwiegend von den dafür ausgebildeten
Kfz-Mechatronikern durchgeführt. Das sorgt für Sicherheit bei der Überprüfung der Kraftfahrzeuge. Abgas-Fehler konnten in fast 600.000 (51.000 in Hessen) Fällen bei den 2014 bundesweit durchgeführten Abgasuntersuchungen behoben und somit das zulässige Emissionsniveau wieder hergestellt werden. „Die Abgasuntersuchung als Teilprüfung der Hauptuntersuchung ist damit ein wichtiger Baustein für die Erreichung der Umweltschutzziele unserer Bundesregierung aber auch der von Ländern, Städten und Gemeinden,“ deshalb so Karpinski weiter „kann es auch gerade im Zusammenhang mit den manipulierten Abgaswerten nicht der richtige Weg sein, das Abgassystem eines Fahrzeugs als reine Elektronikprüfung durchzuführen. Das Ziel kann nur eine verbindliche Endrohrmessung sein, die orientiert an heutigen und künftigen Emissionsvorschriften weiter entwickelt werden muss.“

Letzte Änderung: 20.04.2016Webcode: 0103328