Starke Einbußen für Motorräder

[28.05.2020] Auch Motorräder und -roller sind durch die Corona-Krise auf Talfahrt. Einbußen von 13,9 Prozent im ersten Quartal im hessischen Markt im Geschäft mit neuen und gebrauchten Krafträdern zeigten die krisenbedingte Kaufschwäche. Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes, sagte, die Rückgänge seien zwar deutlich kleiner als bei den Pkw-Neuzulassungen, die "Krise ist auch auf zwei Rädern angekommen". Insgesamt seien 14.714 (Vorjahr: 17.090) Motorräder und
-roller verkauft worden.

Nach Zahlen des KBA seien in den ersten vier Monaten 4.779 (Vorjahr: 5.317) neue und 9.935 (Vorjahr: 11.773) gebrauchte Krafträder und -roller verkauft worden. Dies seien Einbußen vom 10,0, beziehungsweise 15,6 Prozent.

Für das Jahresende zeichne sich neben den konjunkturell schweren Zeiten eine weitere Schwierigkeit ab. Ab 1. Januar 2021 nämlich dürften Motorräder mit der Euro-4-Homologation nicht mehr zugelassen werden. Karpinski forderte schon jetzt einen Ausweg, der die Lage der Motorradhändler in Hessen nicht noch weiter verschärfe. Tageszulassungen vor dem Jahresende seien keine Lösung. Er plädierte für eine zwölfmonatige Terminverschiebung.

Letzte Änderung: 28.05.2020Webcode: 0129760