Schwächster Monat im Autojahr 2017

[07.02.2018] Mit dem schwächsten Ergebnis im Autojahr 2017 hat der Gebrauchtwagen-Markt in Hessen abgeschlossen. Minus 6,9 Prozent auf 40.277 (Vorjahr: 43.269) Pkw-Besitzumschreibungen sind "eine enttäuschende Bilanz".

Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, kommentierte den Jahresabschluss mit den Worten: "Verunsicherung und Kaufzurückhaltung haben mit den Diesel-Eintauschprämien das Gebrauchtwagen-Geschäft nachhaltig gestört." Rund 3.000 Gebrauchte seien im Dezember in Hessen weniger verkauft worden.

25.073 (Vorjahr: 27.374) gebrauchte Benziner und 14.525 (Vorjahr: 15.198) Diesel hätten nach den aktuellen KBA-Länderzahlen den Besitzer gewechselt. Hinzu kämen 675 (Vorjahr: 697) Gebrauchte mit einem alternativem Antrieb, darunter 52 (Vorjahr: 22) Elektro- und 207  (Vorjahr: 202) Hybrid-Pkw. Das Monatsergebnis werde mit 416 (Vorjahr: 473) Gas-Pkw komplettiert.

Karpinski sagte zur Lage auf dem hessischen Gebrauchtwagen-Markt, die Preise seien in der zweiten Jahreshälfte spürbar unter Druck geraten; Ebenso zeige die Diesel-Debatte deutliche negative Spuren in den Verkaufszahlen. Die Branche brauche dringend Klarheit bei Diesel und Fahrverboten, um eine Hängepartie im Gebrauchtwagen-Markt zu vermeiden.

Die Schwäche des Marktes spiegele sich in der Jahresbilanz wider. 558.784 (Vorjahr: 567.389) Pkw-Besitzumschreibungen seien Rückgänge um 1,5 Prozent. Während die Diesel Verluste von 3,3 Prozent auf 187.006 (Vorjahr: 193.487) Umschreibungen hinnehmen mussten, sei der Benziner nahezu auf Vorjahresniveau mit 362.443 (Vorjahr: 365.312) Verkäufen geblieben. Ein Grund für den leichten Rückgang sei der Erfolg der Diesel-Eintauschprämie.

Karpinski: "Der eine oder andere Gebrauchtwagen-Interessent hat sich für den subventionierten Neuwagen-Kauf entschieden."

Letzte Änderung: 07.02.2018Webcode: 0118037