Rund 13 E-Prämien täglich im Juli

[09.08.2019] Auch im ersten Monat der Verlängerung ist die Elektro-Prämie auf keine große Resonanz gestoßen. 383 Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Juli seien ein durchschnittliches Ergebnis. Dies seien rund 13 Elektro-Förder-Anträge pro Kalendertag im Juli. 1,5 Millionen Euro Fördergelder seien im Juli nach Hessen geflossen. Insgesamt habe es einen Länderanteil von 7,3 Prozent gegeben.

Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, sagte zur aktuellen Lage rund um die Elektromobilität, die jetzt beschlossene Verlängerung von Steueranreizen für E-Autos bis 2030 sei eine weitere Wettbewerbsverzerrung und ein "politisch motivierter Markteingriff". Vor diesen Marktsubventionen wäre es unverzichtbar gewesen, ein Gesamtkonzept zur zukünftigen Förderung der Elektromobilität in Deutschland vorzulegen.

Karpinski sagte, auch die Zulassungen für Elektro-Pkw seien noch immer hinter den Erwartungen. 2.743 Neuzulassungen von Elektro-Pkw seien im Jahresvergleich lediglich ein Plus von 1,8 Prozent. Dies entspreche einem Anteil an den hessischen Neuzulassungen im ersten Halbjahr von 1,4 Prozent. Karpinski: "Unverändert fehlten nachhaltige Impulse". Insgesamt habe es seit Juni 2016 rund 10.400 finanzielle Unterstützungen für den Kauf neuer Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge gegeben.

Letzte Änderung: 09.08.2019Webcode: 0125593