Rote Zahlen für gebrauchte Pkw

[24.07.2018] Der hessische Gebrauchtwagenmarkt schreibt rot! Sowohl im Juni als auch in der Halbjahres-Bilanz dominiert die Farbe Rot. Minus 1,4 Prozent Rückgang im Juni und 2,1 Prozent Minus in der Halbjahres-Bilanz führten "noch nicht zu Sorgenfalten", sagte Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen. Es sei "Licht im Tunnel zu erkennen". Der Gebrauchtwagenmarkt werde "in der zweiten Jahreshälfte ein anderes Gesicht haben".

Im Juni seien 47.858 (Vorjahr: 48.519) Halterwechsel registriert worden. 30.873 (Vorjahr: 31.167) Benziner und 16.129 (Vorjahr: 16.609) Diesel sowie 852 (Vorjahr: 738) Gebrauchte mit alternativen Antrieben stünden in der KBA-Länderstatistik, darunter 67 (Vorjahr: 34) Elektro-Pkw.

Das Ergebnis für die ersten sechs Monate des Autojahres zeigt den Worten von Karpinski zufolge einen Rückgang um 2,1 Prozent auf 278.793 Besitzumschreibungen. Die Lage auf dem hessischen Gebrauchtwagenmarkt sei durch zwei Faktoren beeinflusst worden: Erstens in hohem Maße durch die Umweltprämien der Automobilhersteller, die viele Autokäufer von einem geplanten Gebraucht- zu einem Neuwagenkauf gebracht hätten und zweitens durch die anhaltende Diskussion um den Diesel.

In der zweiten Jahreshälfte würden diese Faktoren den Markt weiter prägen: Das Auslaufen von vielen Prämien werde indes dazu führen können, dass im Neuwagenbereich das Kaufinteresse von Privatkunden spürbar nachlasse, sagte Karpinski. Das neue Zulassungsverfahren WLTP könne deutliche Auswirkungen auf den Automobilmarkt haben, denn einige Modelle seien aktuell nicht mehr bestellbar, und Kunden müssten sich dann alternativ für einen jungen Gebrauchtwagen entscheiden.

Außerdem sei damit zu rechnen, dass Fahrzeuge, die nicht über das neue WLTP-Messverfahren zugelassen werden können, noch im August angemeldet würden und dann als junge Gebrauchte oder Tageszulassungen in den Markt flößen.

Letzte Änderung: 24.07.2018Webcode: 0120640