Kfz-Gewerbe Hessen: Neues Haus mit wegweisendem Konzept - Der Kfz-Landesverband Hessen baut in Wiesbaden ein vorbildlich energieeffizientes Domizil mit bester Verkehrsanbindung

Fügten eine Schatulle mit Dingen der Gegenwart als gutes Omen ins Mauerwerk ein: (von links) Roger Seidl, Geschäftsführer der Wirtschaftsgesellschaft des Kfz-Gewerbes Hessen, Detlev Bendel, Wirtschaftsdezernent der Stadt Wiesbaden, Kfz-Verbandsgeschäftsführer Joachim Kuhn, Verbands-Vizepräsident Michael Kraft und Präsident Jürgen Karpinski.
Foto: Lutz Schulmann

[24.08.2017] Seit 1947 besteht der Landesverband, immer residierte er in Wiesbaden – jedoch in angemieteten Räumlichkeiten. Das wird sich nun ändern. Dort, wo sich heute noch ein Parkplatz direkt vis-à-vis des hessischen Wirtschaftsministeriums befindet, entsteht bis August/September 2018 für rund 2,3 Millionen Euro ein zweistöckiges verbandseigenes Gebäude mit 610 Quadratmetern Bürofläche. Zehn Mitarbeiter finden ihr Domizil im Erdgeschoss und im ersten Stock, die zweite Etage ist zur Vermietung vorgesehen. Für Tagungen und Ausschusssitzungen soll ein kleines, wiewohl hochmodernes Konferenz-zentrum zur Verfügung stehen. Eine 300 Quadratmeter große Tiefgarage wird zehn Stellplätze bieten.

Jürgen Karpinski, Präsident des Hessischen Kraftfahrzeuggewerbes, betont den traditionellen Moment: Um sie in das Mauerwerk des neuen Verbandsgebäudes einzulassen, wurde eine Schatulle aus Edelstahl angefertigt, die Gegenstände enthält wie eine tagesaktuelle Zeitung, den Bauplan des Gebäudes, eine Verbandschronik, Münzen und Geldscheine.

Insgesamt handelt es sich um ein durchweg zukunftsorientiertes Bauprojekt. Laut Verbands-geschäftsführer Joachim Kuhn wird dabei auf das ständig wachsende Fernwärmenetz des regionalen Versorgers zugegriffen und somit die lokale Emission des Gebäudes auf null gesetzt. Erreicht wird dies durch Kraftwärmekopplung und Nutzung von Biomasse. Hinzu kommt eine an die Dachhaut angepasste Photovoltaik-Anlage, die mit einem Speicher kombiniert wird. Dadurch reduziert sich der externe Strombezug auf ein Minimum. Aus der Stromeigenversorgung soll auch eine öffentlich zugängliche Schnellladesäule gespeist werden, an der ab Ende 2018 Elektrofahrzeuge „betankt“ werden können. Hinzu kommt der außergewöhnlich verkehrs-günstige Standort des neuen Gebäudes, der kürzeste Wege im Rhein-Main-Gebiet eröffnet.

Letzte Änderung: 05.12.2017Webcode: 0115455