Motorräder im Minus - Statistischer Effekt

[08.12.2017] 

Einen deutlichen Rückgang verbuchte das Motorrad-Geschäft in Hessen: 14, 7 Prozent minus auf 10.482 (Vorjahr: 12.292) Neuzulassungen in den ersten zehn Monaten des Jahres. Die zweistelligen Verluste seien dennoch kein Hinweis auf eine Krise, sagte Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen. Zum einen sei dies die Konsequenz eines statistischen Effekts aus dem Vorjahr, zum anderen bleibe der Motorrad-Gebrauchtwagen-Markt nahezu stabil.

Auch im Oktober habe der Motorrad-Markt rund ein Fünftel im Jahresvergleich verloren.
494 (Vorjahr: 623) Verkäufe stünden in der Monatsbilanz. Trotz dieser Zahlen spreche die Branche nicht von einem nachlassenden Kaufinteresse am motorisierten Zweirad. Karpinski verwies auf den Zulassungsboom des Vorjahres, der seine Ursache in der Einführung der Homologationsvorschriften zum 1. Januar 2017 hatte. Die bevorstehende Euro 4-Norm hatte – vor allem im zweiten Halbjahr 2016 – zu vielen Tageszulassungen durch Händler geführt.

Zulassungsstark zeigten sich die Segmente der Motorräder und die der Motorroller. Weiter im Rückwärtsgang befänden sich dagegen die Leichtkrafträder und Leichtkraftroller. Mit einem Plus von 4,4 Prozent im Oktober und einem nahezu stabilen Jahresverlauf mit einem kleinen Rückgang von 0,4 Prozent auf 33.504 (Vorjahr: 33.631) Besitzumschreibungen zeige das Zweirad-Geschäft im Gebraucht-Markt Stabilität.

 

Bundesweit weise die Bilanz der motorisierten Zweiräder über alle Fahrzeuggruppen hinweg
im Oktober 6.580 Fahrzeug-Neuzulassungen aus. Das seien 17,5 Prozent weniger als
im Vorjahresmonat. Kumuliert in den ersten zehn Monaten schlügen nach der KBA-Statistik 135.760 Fahrzeuge zu Buche, 13,1 Prozent weniger als noch vor einem Jahr um diese Zeit.
Im Gebrauchtwagen-Markt habe es im Oktober einen Zuwachs von 4,1 Prozent und in der Jahres-Zwischenbilanz ein Plus von 0,1 Prozent gegeben.

Letzte Änderung: 08.12.2017Webcode: 0117438