Licht-Test 2017: Jeder Dritte ist mangelhaft und Brummis mit besseren Aussichten

[02.02.2018] Jeder dritte Pkw fährt mit mangelhaftem Autolicht, jeder zehnte blendet andere Verkehrsteilnehmer. Das ist das Ergebnis des Licht-Tests 2017. Meisterbetriebe der Kfz-Innungen haben im Oktober 2017 an mehreren Millionen Fahrzeugen die Beleuchtungen überprüft. Insgesamt 90.000 dieser Tests flossen in die von Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und Deutscher Verkehrswacht (DVW) veröffentlichte Statistik ein.

Die Bilanz: An 32,7 Prozent der Pkw wurde die Lichtanlage beanstandet. Damit hat sich die Anzahl an Pkw mit Mängeln im Vergleich zu 2016 um 0,7 Prozentpunkte leicht verschlechtert.

Die Anzahl an Fahrzeugen mit Mängeln im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich auch in Hessen nicht wesentlich verbessert. In Hessen sind 11.515 Tests in die Statistik eingeflossen. 30 Prozent (Vorjahr 32 Prozent) der in den hessischen Kfz-Meisterbetrieben überprüften Fahrzeugen wiesen immer noch Fehler an der Beleuchtung auf.

Bei 17,5 Prozent (Vorjahr: 21,4 Prozent) der Fahrzeuge war mindestens ein Scheinwerfer nicht in Ordnung und bei 7 Prozent (Vorjahr: 9,5 Prozent) war das Frontlicht zu hoch eingestellt. Scheinwerfer die zu niedrig eingestellt waren und die Straße damit unzureichend ausleuchteten wurden mit 6 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent) registriert. 5 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent) der Fahrzeuge fuhren auf einem Auge blind und ein Totalausfall beider Scheinwerfer kam bei 0,23 Prozent (Vorjahr: 0,72 Prozent) der Tests vor. Bei der rückwärtigen Beleuchtung ist die Mängelquote sogar um 1,4 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent (Vorjahr 8,3) gestiegen und beim Bremslicht sind 3,8 Prozent – wie im Vorjahr – nicht in Ordnung.

Eine funktionierende Beleuchtungsanlage ist ein Sicherheits-Muss, denn es ist sehr gefährlich, wenn ein Fahrzeug blendet oder sogar einäugig entgegenkommt. Deshalb appelliert der Landesverband Hessen des Kfz-Gewerbes weiterhin an die Autofahrer die Beleuchtung ihres Fahrzeugs kontinuierlich und nicht nur in der dunklen Jahreszeit von einem Meisterbetrieb der Kfz-Innung überprüfen zu lassen.

Bei den Nutzfahrzeugen hat sich die Mängelbilanz 2017 zum Vorjahr etwas verbessert. Rund 32,5 Prozent der Tests brachten Mängel ans Licht. Die Mängelquote ist damit deutlich um 9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gesunken. In Hessen liegt die Mängelquote mit 38,7 Prozent (Vorjahr 40,7) über dem Bundesdurchschnitt.

Ganz oben auf der Mängelliste stehen die Hauptscheinwerfer immer noch mit knapp 22,4 Prozent (Vorjahr: 28,5 Prozent). Auch in Hessen sind 22 Prozent der Hauptscheinwerfer immer noch nicht in Ordnung, allerdings 3 Prozent besser gegenüber 2016.

Der Anteil der Blender mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern ist im Bundesgebiet auf 10 Prozent gesunken (Vorjahr: 13 Prozent). Die Quote zu niedrig eingestellter Frontlichter ist immerhin um 3 Prozentpunkte auf knapp 8 Prozent gesunken (Vorjahr: 11 Prozent). Bei 4 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent) der Lkw und Busse stellten die Prüfer sogar einen vollständig ausgefallenen Scheinwerfer fest, einen Totalausfall bei 0,48 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 1,79 Prozent.

Alarmierende Resultate liefert immer noch die Heckbeleuchtung. Bei 9,3 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent) der Fahrzeuge waren Defekte zu verzeichnen und wie im Vorjahr fuhren immer noch 4,2 Prozent der Nutzfahrzeuge ohne Bremslicht.

Die Hessenstatistik zeigt, dass sich die Mängel an den Hauptscheinwerfern etwas verbessert haben. Bei der rückwärtigen Beleuchtung und dem Bremslicht liegt Hessen im Bundesdurchschnitt, der Verschlechterungen um bis zu 3 Prozentpunkte gegenüber
dem Vorjahr aufweist.

Letzte Änderung: 02.02.2018Webcode: 0117982