Jürgen Karpinski als ZDK-Präsident bestätigt

ZDK-Vorstand
Quelle: ZDK

[22.06.2017] 

Jürgen Karpinski aus Frankfurt am Main bleibt Präsident des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK). Auf der ZDK-Mitgliederversammlung am 14. Juni 2017 in Montabaur wurde er von den Delegierten einstimmig im Amt bestätigt.

Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk und Schatzmeister Dr. Harry Brambach. Neu im Präsidium ist Thomas Peckruhn als Sprecher des Fabrikatshandels. Er löst Ulrich Fromme ab, der nach elf Jahren in dieser Funktion nicht wieder kandidierte.

In den ZDK-Vorstand wiedergewählt wurde auch der Vizepräsident des Hessischen Kfz-Gewerbes, Michael Kraft aus Gießen.

In seinem Bericht ging der ZDK-Präsident unter anderem auf das Thema „neue Händlerverträge“ ein: „Unabhängig vom Hersteller oder Importeur hat hier ohne Wenn und Aber zu gelten: Händlerverträge müssen eine berechenbare und planbare Grundlage für unternehmerische Entscheidungen sein und bleiben. Und Fabrikatshändler haben Anspruch auf Amortisation von Investitionen, die sie auf Druck der Hersteller und Importeure getätigt haben“, sagt Karpinski.

Zur Diesel-Diskussion merkte er an, dass der ZDK Fahrverbote für die falsche Strategie halte: „Millionen Dieselfahrern droht die Enteignung, unseren Mitgliedsbetrieben drohen hohe Verluste im Handel, und Kfz-Betrieben, die zufällig in möglichen Verbotszonen angesiedelt sind, droht womöglich sogar die Pleite – weil ja keiner mehr hinfahren darf.“ Anstatt zu reglementieren sollten besser Anreize zur Umrüstung älterer Dieselfahrzeuge geschaffen werden. Jetzt seien die Autohersteller und Zulieferer gefordert, im besonderen Maße auch die Politik.

Bei seinen Forderungen an die im September zu wählende neue Bundesregierung setze sich der ZDK insbesondere dafür ein, dass für die Autofahrer Rechtssicherheit bei der Nutzung ihrer Dieselfahrzeuge geschaffen werden müsse. Maßnahmen zur Luftreinhaltung müssten alle Verursacher einbeziehen und nicht nur den Straßenverkehr. Insbesondere die kommunale Verkehrspolitik sei hier gefordert: Mit Grüner Welle und einem gleichmäßigen Verkehrsfluss ließen sich Stickoxid-Emissionen deutlich reduzieren.

Zur Person:

Der 67-jährige Kfz-Meister Jürgen Karpinski ist seit 1986 Geschäftsführer der AUTOSCHMITT-Gruppe mit Audi-, Skoda- und Volkswagen-Betrieben in Frankfurt am Main und Idstein. Im Juni 2014 wurde er erstmals zum ZDK-Präsidenten gewählt. Dem ZDK-Vorstand gehört er seit 2005 an. Darüber hinaus ist Karpinski seit 2004 Präsident und Landesinnungsmeister des Kfz-Landesverbandes Hessen.

Letzte Änderung: 05.12.2017Webcode: 0114703