Interesse an der E-Prämie steigt

[04.10.2019] 

Das Interesse an der finanziellen Unterstützung durch Staat und Hersteller beim Kauf von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen ist im September in Hessen deutlich gestiegen 426 (Vormonat: 355) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind eine Steigerung um rund zwanzig Prozent. Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, sagte, diese Monatsbilanz könne nicht darüber hinweg täuschen, dass wichtige Impulse im Geschäft mit Elektro-Fahrzeugen erst im kommenden Jahr zu erwarten seien.

Karpinski erinnerte daran, dass der Flottengrenzwert im kommenden Jahr 95 Gramm CO2 pro Kilometer betragen werde. Dies erfordere deutlich höhere Verkaufs- und Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen. Die aktuelle finanzielle Unterstützung beim Kauf von E-Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden habe im September in Hessen für 241 (Vormonat: 218) rund 880.000 Euro betragen. Der Kauf von 184 (Vormonat: 136) Hybrid-Fahrzeugen sei in Hessen mit rund 550.000 Euro gefördert worden.

Mit Hinweis auf das Klimapaket der Bundesregierung sprach sich Karpinski für eine technologieoffene Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Kraftfahrzeugen aus. Synthetische Kraftstoffe sollten die gleiche Förderung erfahren wie die Elektromobilität. „Für uns sind die synthetischen Kraftstoffe als CO2-neutrale Technologie ein Faktor, dem bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt wird“, sagte er. Anreize zur stärkeren Verbreitung der lokal emissionsfreien Batteriefahrzeuge seien durchaus sinnvoll, aber keineswegs ein Königsweg.

Letzte Änderung: 04.10.2019Webcode: 0126420