Filter-Förderung schwächelt weiter

[10.07.2015] Das Interesse an den staatlichen Fördergeldern für den nachträglichen Einbau von Rußpartikel-Filtern in ältere Diesel-Fahrzeuge ist unverändert gering. Nach fünfmonatiger Förderung bilanzierte Jürgen Karpinski, Präsident des Hessischen Kfz-Gewerbes: "Die Diesel-Fahrer haben wenig Interesse." In Hessen habe es bisher lediglich 1.129 Förderungen im Finanzvolumen von knapp 300.000 Euro gegeben, teilte Karpinski mit Hinweis auf die aktuellen Zahlen des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit. Bundesweit stünden 16.437 Förderungen von je 260 Euro aus dem mit 30 Millionen Euro gefüllten Topf in der Statistik.

 

Bundesweiter Spitzenreiter der Fördermaßnahmen sei NRW mit einem Anteil von rund 50 Prozent. Hessen habe einen Anteil von 6,7 Prozent. Schlusslicht sei Bremen mit insgesamt 45 Fördermaßnahmen. Die finanzielle Förderung laufe noch bis zum Jahresende. Karpinski sagte, möglicherweise müsse man über eine Verlängerung der Förderung in Berlin nachdenken, denn allein in Hessen gebe es ein Potenzial von knapp 250.000 älteren Diesel-Pkw, die von der gelben auf die grüne Umweltplakette nachgerüstet werden könnten.

Letzte Änderung: 20.04.2016Webcode: 0101349