Elektro-Prämie ohne Impulse

[02.04.2019] 

Trotz starker medialer Aufbruchstimmung für die Elektromobilität blieb auch im März die Anzahl der Anträge für die Elektro-Prämie in Hessen hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt 520 Anträge beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (bafa) "zeigen, dass der Elektro-Prämie weiterhin die Impulse fehlen", sagte Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen zu den bafa-Länderzahlen für März.

Im vergangenen Monat seien 340 finanzielle Förderungen im Volumen von rund 1,4 Millionen Euro für reine batteriebetriebene Fahrzeuge und 180 Fördergelder mit der Summe von etwa 540.000 Euro für Hybrid-Fahrzeuge nach Hessen geflossen. Im Autojahr 2019 seien 985 Förderanträge gestellt worden. Seit Beginn des finanziellen Förderprogramms seien 8.658 Anträge eingegangen. Dies ist nach Karpinskis Angaben eine Quote für Hessen von acht Prozent.

In diesem Zusammenhang sprach sich Karpinski gegen Vorschläge und Forderungen aus, den Kauf eines E-Autos in besonders stickoxidbelasteten Städten stärker zu fördern. Die im Ministerium diskutierte Erhöhung der Kaufprämie auf 8.000 Euro bis Ende 2021 - statt bisher 4.000 Euro - werde negative Auswirkungen haben, warnte Karpinski. Marktpreise würden zu stark verzerrt und mit Ablauf der Prämie wäre ein Markteinbruch zu erwarten. Hingegen unterstütze das Kfz-Gewerbe die Pläne, die Lade-Infrastruktur finanziell zu unterstützen. Dies müsse aber mit Augenmaß geschehen.

Letzte Änderung: 02.04.2019Webcode: 0123967