[09.02.2022] Wiesbaden, 09.02.2022. Die Elektroprämie ist in Hessen schwach in das neue Jahr gestartet. 2.964 Anträge für die staatliche Unterstützung beim Kauf von Stromern und Plug-in-Hybriden sind sowohl für den Vormonat als auch den Vorjahresmonat deutliche Rückgänge. Gegenüber Dezember 2021 beträgt das Minus 58,3 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 4,4 Prozent. Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, sagte zur aktuellen BAFA-Länderstatistik, diese Zahlen könnten eine Momentaufnahme sein, denn „am großen Interesse für das Geld vom Staat beim E-Auto-Kauf“ gebe es keinen Zweifel.

Er verwies auf die Jahresergebnisse der beiden vergangenen Jahre mit dem Hinweis, die Steigerung im vergangenen Jahr um rund 160 Prozent auf 53.597 (2020: 20.371) sei auf die seit Juli 2020 erhöhte Prämie von bis zu 9.000 Euro zurückzuführen. Insgesamt seien bisher 89.869 Prämien nach Hessen gegangen.

Das Monatsergebnis Januar 2021 weise 1.662 (Vormonat: 3.583) Prämien für reine batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) aus. Für Plug-in-Hybride (PHEV) habe es 1.302 (Vormonat: 3.530) Förderungen gegeben. Karpinski sagte in diesem Zusammenhang, die staatliche Förderung für die Plug-in-Hybride müsse erhalten bleiben. Diese Modelle seien auch deshalb beliebt, weil sie auf langen Fahrten vom E-Motor auf einen Verbrenner umschalten können. Das Thema lückenhafte Ladeinfrastruktur sei für diesen Fahrzeugtyp nicht so entscheidend wie bei reinen batterieelektrischen Fahrzeugen. Die Bundesregierung beabsichtigt, die Plug-in-Förderung zum Jahresende auslaufen zu lassen.

Letzte Änderung: 09.02.2022Webcode: 0135937