Der „Licht-Test“ feiert Jubiläum

[07.09.2016] Verkehrsminister Al-Wazir und Kfz-Präsident Karpinski eröffnen
die 60sten Licht-Test-Wochen in Frankfurt/M.

Frankfurt. Der Licht-Test wird bereits seit 1956 durchgeführt und gilt als bundesweit größte Verkehrssicherheitsaktion. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir rief die Autofahrer zur Teilnahme auf: „In Hessen haben wir im vergangenen Jahr eine Mängelquote von 35 Prozent bei den Pkw und 30 Prozent bei den Lkw registriert. Das bedeutet: Jedes dritte Fahrzeug ist mit einer defekten Beleuchtungsanlage unterwegs. Jeder, der schon einmal von einem entgegenkommenden Fahrzeug geblendet wurde, kennt diese gefährliche Situation.“

Einen Monat lang, vom 1. bis 31. Oktober, können Autofahrer die Beleuchtungsanlagen ihres Fahrzeuges unter anderem in den rund 38.400 Meisterbetrieben der Kfz-Innungen kostenlos überprüfen und bei Bedarf korrigieren lassen. Der Licht-Test wird vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe und der Deutschen Verkehrswacht organisiert mit Unterstützung durch den ADAC, Auto Bild, FUCHS SCHMIERSTOFFE, Osram, dem Zentralverband der Augenoptiker und Skoda.

Der Präsident des Hessischen Kraftfahrzeuggewerbes, Jürgen Karpinski, lobte das Engagement der Kfz-Werkstätten: „Jahr für Jahr kommen immer mehr Fahrzeuge mit hochmodernen Lichtsystemen auf die Straßen, deren richtige Einstellung neueste Technik erfordert. Diese stellen unsere Meisterbetriebe der Kfz-Innungen bereit. Die Zeiten, in denen man mit dem Schraubendreher die Scheinwerfer schnell justieren konnte, sind vorbei.

1956 lieferten Autoscheinwerfer mit symmetrischem Abblendlicht im Dunkeln rund 30 Meter Sicht. Heute leuchten zuschaltbare Fernlichter auf Laserbasis die Straße 650 Meter weit aus. „Das Testen der Lichteinstellung erfolgt kostenfrei. Damit erbringen die Kfz-Meisterbetriebe einen hohen Millionenbetrag für die Verkehrssicherheit. Der finanzielle Aufwand, den alleine die hessischen Kfz-Werkstätten 2015 kostenlos erbracht haben, lag bei über 25 Millionen Euro. Wenn es aber um das Fehlerauslesen und Justieren moderner Lichtsysteme geht, werden digitale Diagnosetester notwendig, um die Steuergeräte programmieren zu können. Diesen erhöhten Aufwand kann die Werkstatt nicht kostenlos leisten, in jedem Fall wird es aber eine kundenfreundliche Regelung dafür geben“, erklärte Karpinski den Journalisten.

Tausende Spannbanner an verkehrsreichen Straßen und Brücken weisen Autofahrer auf den Licht-Test hin. „Die Verkehrswachten unterstützen diese wichtige Aktion von Beginn an und stellen alleine in Hessen über 700 Werbebanner für die Verkehrssicherheitsaktion zur Verfügung“,
sagte Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, die dieses Projekt hessenweit finanziell unterstützt.

Matthias Feltz, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen, unterstreicht: „Die Erfahrungen zeigen, dass die Licht-Test-Wochen einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten, denn es wird nicht nur die Funktionstüchtigkeit sicherheitsrelevanter Technik geprüft, sondern auch die Sensibilität für saisonale Veränderungen erhöht.“

„Die hessische Polizei wird bei Kontrollen und Aufklärungsaktionen verstärkt auf die Licht-Test-Plakette 2016 und eine intakte Fahrzeugbeleuchtung achten“, sagte der Polizeipräsident der Stadt Frankfurt Gerhard Bereswill und erklärte, dass die Licht-Test-Plakette bei Polizeikontrollen geprüftes Licht signalisiert. Im vergangenen Jahr hat die hessische Polizei an rund 21.000 Fahrzeugen die Beleuchtung kontrolliert – bei jedem vierten gab es Grund zur Beanstandung. Das zeigt, wie notwendig diese Aktion ist“ betonte Bereswill.

„Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, unseren Straßenverkehr sicherer zu machen. Die Licht-Test-Wochen unterstützen uns dabei“, so Al-Wazir. „Und natürlich freut es mich sehr, dass wir den heutigen symbolischen Licht-Test an einem Elektrofahrzeug durchführen. Die Landesregierung nutzt alle ihre Möglichkeiten, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen.“

Letzte Änderung: 05.12.2017Webcode: 0108473