Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
 

Pkw-Markt in Hessen eine Dieselhochburg

Wiesbaden. Der Pkw-Markt in Hessen hat sich im Autojahr 2011 als eine Diesel-Hochburg positioniert. Fast 51 Prozent (164.369) aller Pkw-Neuzulassungen waren Selbstzünder. Der Anteil von Benzin-Pkw (157.000) rutschte nach Angaben des hessischen Kfz-Verbandes auf 48,4 Prozent ab. Hingegen legten neue Pkw mit alternativen Antrieben um 7,2 Prozent auf 2.230 Fahrzeuge zu. Insgesamt seien im Vorjahr in Hessen 324.112 (Vorjahr: 299.739) neue Pkw verkauft worden. Damit bleibe der Anteil Hessens am deutschen Automarkt bei 10,2 Prozent.

Jürgen Karpinski, Präsident des Landesverbandes Hessen im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, sagte zu den aktuellen KBA-Länderzahlen, „der Dezember hat unsere Erwartung für ein gutes Autojahr bestätigt". Im Bundesvergleich habe der hessische Pkw-Markt im Dezember aber unterdurchschnittlich abgeschnitten. Der Zuwachs von 4,8 Prozent liege 1,3 Prozent unter dem bundesweiten Wachstum. Erneut bestätigte der Verkauf von 12.246 (plus 10,9 Prozent) Diesel-Pkw eine robuste gewerbliche Konjunktur, während die private Nachfrage schwach geblieben sei. Insgesamt habe der Automobilhandel im Dezember 23.478 (Vorjahr 22.397) neue Pkw verkauft.

In einer vorläufigen Bilanz des Autojahres 2011 in Hessen stehe ein kumulatives Plus von 8,1 Prozent gegenüber 2010 und 5,8 Prozent gegenüber dem "Normaljahr 2008". Dies sei eine positive Entwicklung, obgleich die Branche die "angestrebten Absatzziele nur schwer realisieren" konnte. Nach Karpinskis Darstellung habe es seit Jahresmitte starker Kaufanreize bedurft, um die automobile Konjunktur zu stärken. Wörtlich: "Wir sind als Verkäufermarkt in das Jahr 2011 gestartet und haben das zweite Halbjahr aber als Käufermarkt erlebt."

 
Letzte Änderung: 27.01.2012
 
 

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Präsident Jürgen Karpinski