Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
 

Aktion des Kfz-Gewerbes und des ADAC "Rettungskarte im Auto"

Wiesbaden. Kommt es zum Unfall, zählt für Verletzte oftmals jede Minute, um nach einer Erstversorgung möglichst schnell in das Krankenhaus zu kommen. Unterstützung bei der Bergung verletzter Fahrzeuginsassen bietet die von ADAC und Verbänden der Automobilhersteller entwickelte Rettungskarte.

Ein Aufkleber auf der Windschutzscheibe weist auf dieses Datenblatt an der Sonnenblende der Fahrerseite hin und erspart im Ernstfall kostbare Minuten, die bei schweren Verletzungen die Überlebenschance der verunfallten Personen erhöhen.

„Was die Sicherheit der Insassen verbessert, nämlich immer komplexere Karosseriestrukturen, Sensorik und Pyrotechnik von Airbags und Gurtstraffern, stellt für Rettungsdienste, die die Unfallopfer teilweise unter Einsatz schweren Geräts aus dem Fahrzeug befreien müssen, eine immer größere Hürde dar“, weiß Jürgen Karpinski, Präsident des hessischen Kraftfahrzeuggewerbes und fordert deshalb die Rettungskarte in jedem Auto.

Karpinski betont: „Die Fachbetriebe des hessischen Kfz-Gewerbes sind durch ihre ständige Weiterbildung für das Thema schon länger sensibilisiert. Unsere Betriebe leisten mit der Ausgabe der Rettungskarte einen zusätzlichen und kostenlosen Beitrag für die Sicherheit ihrer Kunden. Jeder Autofahrer sollte wissen, dass diese Rettungskarte kostenlos in den Fachbetrieben mit dem blauen Meisterschild erhältlich ist und damit die eigene Sicherheit im Notfall erhöht werden kann.“

Der ADAC fordert, dass jeder Neuwagen vom Hersteller mit passender Rettungskarte ausgeliefert wird. „Untersuchungen der ADAC Luftrettung und ADAC-Unfallforschung belegen: Je neuer das Fahrzeug, desto länger dauert die Personenrettung. Damit gerät die „Goldene Stunde“ immer mehr in Gefahr, die für eine erfolgversprechende Rettung von Unfallopfern maximal zur Verfügung steht“, unterstreicht Dr. Erhard Oehm, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen die Aussagen von Jürgen Karpinski.

 
Letzte Änderung: 08.11.2011
 
 

Service

rechts: Jürgen Karpinski, Präsident des Landesverbandes Hessen des Kfz-Gewerbes

links: Dr. Erhard Oehm, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen